in 6 Minuten lesen

Hakan Ates im FOCUS EXPERTS Circle: Warum Premium-Fahrzeuge einen Spezialmakler brauchen | Lions Group

Hakan Ates, CEO Lions Group Versicherungsmakler, im FOCUS EXPERTS Circle Interview April 2026 – Spezialmakler für Premium-Fahrzeuge, Hypercars und Oldtimer, FOCUS EXPERTS Circle Member 2026

Premium-Fahrzeuge versichern: Was das FOCUS EXPERTS Interview mit Hakan Ates über Hypercars, Oldtimer und Fahrzeugsammlungen verrät

Am 16. April 2026 erschien auf FOCUS online im Rahmen des EXPERTS Circle ein Interview mit Hakan Ates, Gründer und CEO der Lions Group Versicherungsmakler I. GmbH. Thema: die Absicherung von Premium-Fahrzeugen – von klassischen Oldtimern über moderne Supersportwagen bis hin zu Hypercars im zweistelligen Millionenbereich. Der folgende Beitrag fasst die Kernaussagen des Interviews zusammen, ordnet sie in die Marktrealität ein und erklärt, worauf Sammler und Besitzer hochwertiger Fahrzeuge bei ihrer Versicherung achten sollten.

Worum geht es im FOCUS-Interview mit Hakan Ates?

Im Zentrum des Gesprächs steht eine Beobachtung, die Hakan Ates seit Jahren in der Beratungspraxis macht: Der Markt für wertvolle Sammlerfahrzeuge hat sich grundlegend verändert – die Versicherungsbranche jedoch nicht. Während Sammler heute siebenstellige Summen in limitierte Hypercars, Formel-1-nahe Technik und Oldtimer mit Auktionsrekorden investieren, arbeiten viele Versicherer noch mit Tarifmodellen, die für den Alltagsverkehr entwickelt wurden. Ates spricht im Interview über drei Themenkomplexe: die Verschiebung des Sammlermarktes, die Funktion eines Coverholders und die Frage, woran sich ein guter Makler im Schadenfall erkennen lässt.

Der Sammlermarkt verschiebt sich: Weg von klassischer Kunst, hin zu Uhren, Schmuck und Hypercars

Hakan Ates beschreibt im FOCUS-Interview eine klare Tendenz: Während Investments in klassische Kunst in den letzten Jahren stagniert oder rückläufig waren, sind hochwertige Uhren, Schmuck und vor allem moderne Hypercars zu bevorzugten Anlageklassen wohlhabender Privatpersonen geworden. Die Zahlen bestätigen das: Der Knight Frank Luxury Investment Index verzeichnet für Classic Cars seit 2014 eine Wertsteigerung von über 80 Prozent, während Fine Art im selben Zeitraum deutlich hinterherhinkt. Auch der HAGI Top Index, der Referenzindex für die Wertentwicklung klassischer Sportwagen, zeigt seit Jahren stabile zweistellige Zuwächse bei limitierten Modellen.

Für die Versicherung bedeutet das: Ein Fahrzeug, das beim Kauf 300.000 Euro gekostet hat, kann nach drei Jahren 500.000 Euro wert sein – ohne dass die Police das reflektiert. Genau hier beginnt das Problem, auf das Hakan Ates im Interview hinweist: Die Diskrepanz zwischen Marktwert und Versicherungssumme ist die häufigste und teuerste Fehlerquelle bei der Absicherung hochwertiger Fahrzeuge.

Warum Standard-Vollkasko bei Hypercars und Oldtimern nicht ausreicht

Im FOCUS-Interview bringt Ates einen Begriff ins Spiel, der in der Branche bekannt, bei Endkunden aber selten erklärt ist: die All-Risk-Deckung. Der Unterschied zur Standard-Vollkasko ist technisch, aber folgenreich. Bei einer klassischen Kaskoversicherung ist nur das versichert, was ausdrücklich im Vertrag genannt wird – alles andere fällt heraus. Bei einer All-Risk-Deckung ist das Prinzip umgekehrt: Versichert ist grundsätzlich alles, was nicht explizit ausgeschlossen wurde. Für ein Alltagsauto spielt dieser Unterschied selten eine Rolle. Für einen Ferrari F40 auf dem Transporter zur Mille Miglia, für einen Porsche 911 GT3 RS bei einem Track-Day oder für einen LaFerrari im Showroom einer Concours-Veranstaltung ist er entscheidend.

Dazu kommt die Bewertungsfrage. Sammlungsfahrzeuge werden typischerweise mit einem sogenannten Agreed Value versichert – einem vorab vereinbarten Festbetrag, der im Totalschaden ohne Zeitwertabzug und ohne Gutachterstreit ausgezahlt wird. Lions Group arbeitet ausschließlich auf dieser Basis und kombiniert Agreed Value mit Wertvorsorge-Klauseln, die automatisch greifen, wenn der Marktwert zwischen Vertragsabschluss und Schadenfall gestiegen ist.

Was ist ein Coverholder – und warum erwähnt Hakan Ates ihn im FOCUS-Interview?

Ein Coverholder ist ein vom Versicherer bevollmächtigter Vermittler, der eigenständig Policen zeichnen darf – mit eigenem Wording, eigenen Bedingungen und einer definierten Zeichnungskapazität. Das Modell stammt aus dem Londoner Lloyd's-Markt und ist im deutschen Premium-Segment noch relativ selten. Für den Endkunden bedeutet es in der Praxis: Entscheidungen fallen in Stunden statt Wochen, Policen werden auf das Fahrzeug zugeschnitten statt umgekehrt, und bei Schäden existiert ein direkter Ansprechpartner, der nicht erst Rücksprache mit einem Konzern halten muss.

Im FOCUS-Interview nennt Hakan Ates die konkreten Zahlen: Die Lions Group zeichnet Einzelrisiken bis 200 Millionen Euro eigenständig. Für darüber hinausgehende Werte werden Konsortien aus mehreren Versicherern gebildet – ein Verfahren, das auch bei der Versicherung einzelner Ferrari-250-GTO-Exemplare oder kompletter Sammlungen mit dreistelligem Millionenwert zum Einsatz kommt. Klassische Makler ohne Coverholder-Status können diese Risiken nicht darstellen – sie müssen ablehnen oder an spezialisierte Häuser weiterreichen.

Das Regenschirm-Prinzip: Hakan Ates über den Schadenfall als Qualitätsmerkmal

Die pointierteste Passage des Interviews widmet sich der Frage, woran man einen guten Makler erkennt. Hakan Ates formuliert es im FOCUS EXPERTS Circle so:

Viele Makler reichen Kunden einen Regenschirm, nur wenn die Sonne scheint.

– Hakan Ates im FOCUS EXPERTS Circle, 16. April 2026

Gemeint ist ein Muster, das in der Branche verbreitet ist: Bei Vertragsabschluss sind Makler und Versicherer erreichbar, kooperativ, schnell. Im Schadensfall – wenn es unangenehm, kompliziert und teuer wird – verschiebt sich die Zuständigkeit plötzlich. Tickets werden geschoben, Rückrufe bleiben aus, Formulare ersetzen persönliche Gespräche. Für den Besitzer eines Ferrari F40, eines Porsche Carrera GT oder einer kompletten Fahrzeugsammlung ist das kein Komfortverlust, sondern ein handfestes finanzielles Risiko.

Hakan Ates verweist im Interview auf einen konkreten Fall aus der jüngsten Regulierungspraxis: Ein Schaden in Höhe von 900.000 Euro wurde vollständig und zügig reguliert – weil ein fester Ansprechpartner die Police kannte, das Fahrzeug verstand und den Prozess gegenüber dem Risikoträger aktiv geführt hat. Dass diese Art der Betreuung die Ausnahme und nicht die Regel ist, zeigt die Regenschirm-Metapher.

Das vollständige Interview mit Hakan Ates auf FOCUS online lesen

Das komplette Interview mit Ausführungen zur Zusammenarbeit mit internationalen Versicherern, zu konkreten Schadensszenarien und zu den Besonderheiten bei Übergabepolicen für Neufahrzeuge direkt ab Werk finden Sie auf FOCUS online.

Erschienen am 16. April 2026 auf FOCUS online, Rubrik Business Talk. Hakan Ates ist FOCUS EXPERTS Circle Member 2026.

Die drei größten Fehler bei der Versicherung von Premium-Fahrzeugen

Fehler 1: Veraltete Versicherungssumme bei kontinuierlicher Wertsteigerung

Sammlungsfahrzeuge wie der Ferrari F40, der Lamborghini Miura oder der Porsche Carrera GT haben ihren Marktwert in den letzten zehn Jahren teilweise verdreifacht. Wer die Versicherungssumme nicht mindestens alle zwei bis drei Jahre durch ein zertifiziertes Wertgutachten aktualisiert, ist strukturell unterversichert. Die Lions Group erinnert ihre Kunden aktiv an fällige Aktualisierungen und vermittelt anerkannte Gutachter von DEKRA, TÜV und markenspezifische Sachverständige.

Fehler 2: Standard-Vollkasko statt All-Risk-Deckung

Eine All-Risk-Deckung versichert grundsätzlich alle Schäden, die nicht ausdrücklich im Vertrag ausgeschlossen sind – das Gegenteil der Standard-Vollkasko, bei der nur die explizit aufgeführten Schadensarten erstattet werden. Für einen Hypercar, der zwischen klimatisierter Garage, Concours-Events, Transporter und gelegentlicher Rennstrecken-Nutzung bewegt wird, ist All-Risk die einzige ernsthafte Option. Nur so sind auch untypische Schadensszenarien wie Transportschäden, Werkstattereignisse, Diebstahl auf dem Anhänger oder Schäden während einer Mille Miglia zuverlässig abgedeckt.

Fehler 3: Kein Zugang zu einem Coverholder mit eigener Zeichnungskapazität

Klassische Makler verkaufen, was der Versicherer anbietet. Ein Coverholder dagegen darf im Namen eines oder mehrerer Versicherer eigenständig Policen zeichnen – mit eigenem Wording, eigenen Bedingungen und eigenen Zeichnungssummen. Für Sammler bedeutet das: Die Police wird auf das Fahrzeug zugeschnitten, nicht umgekehrt. Lions Group zeichnet Risiken bis 200 Millionen Euro pro Einzelrisiko selbst und bildet für größere Summen Konsortien mit mehreren Versicherern.

Häufig gestellte Fragen zur Versicherung von Premium-Fahrzeugen

Was kostet die Versicherung für einen Hypercar oder Oldtimer?

Die Jahresprämie richtet sich nach Fahrzeugwert, Nutzungsprofil, Abstellort und Fahrerkreis. Richtwerte aus der Lions Group Praxis: Ein Ferrari F40 mit 2,2 Millionen Euro Agreed Value, klimatisierter Einzelgarage und Saisonnutzung liegt bei circa 9.500 bis 15.000 Euro im Jahr. Ein Ferrari 296 GTB als Hauptfahrzeug mit 340.000 Euro Marktwert bewegt sich zwischen 2.900 und 3.200 Euro. Ein LaFerrari oder Daytona SP3 mit 4,5 Millionen Euro Agreed Value: 16.000 bis 19.000 Euro jährlich. Alle Angaben sind Richtwerte – die individuelle Kalkulation erfolgt nach Risikoprüfung.

Was bedeutet Agreed Value bei einer Oldtimer- oder Hypercar-Versicherung?

Agreed Value bezeichnet einen vorab zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer vereinbarten Festwert für das Fahrzeug. Im Totalschaden wird exakt dieser Betrag ausgezahlt – ohne Zeitwertabzug, ohne Marktwertdiskussion, ohne Gutachterstreit. Agreed Value ist bei Sammlungsfahrzeugen die einzige ernsthafte Vertragsform, weil nur sie Wertsteigerungen planbar absichert.

Wie oft sollte die Versicherungssumme für einen Oldtimer aktualisiert werden?

Empfehlung: alle zwei bis drei Jahre durch ein zertifiziertes Wertgutachten. Bei Fahrzeugen mit besonders dynamischer Wertentwicklung – etwa limitierte Hypercars, seltene Youngtimer oder Icona-Serienmodelle – sollte die Aktualisierung jährlich erfolgen. Lions Group dokumentiert Fälligkeiten aktiv und informiert ihre Kunden, bevor eine Police in die Unterversicherung rutscht.

Kann ich mehrere Fahrzeuge in einer Sammelpolice versichern?

Ja. Ab zwei Fahrzeugen bietet die Lions Group Sammelpolicen an – gemischt über Marken wie Ferrari, Porsche, Lamborghini, McLaren, Mercedes-Benz AMG oder Aston Martin. Die Ersparnis gegenüber Einzelpolicen liegt typischerweise zwischen 20 und 50 Prozent, abhängig von Anzahl, Gesamtwert und Abstellsituation. Eine Dreier-Sammlung mit Gesamtwert um 840.000 Euro kann als Sammelpolice bei etwa 4.700 bis 5.600 Euro jährlich liegen.

Wer versichert Fahrzeuge über 1 Million Euro Marktwert?

Für Fahrzeuge im sieben- und achtstelligen Bereich kommen klassische Makler nicht in Frage – benötigt wird ein Coverholder mit eigener Zeichnungskapazität oder ein Makler mit direktem Zugang zu Spezialversicherer und internationalen Rückversicherern. Lions Group zeichnet Einzelrisiken bis 200 Millionen Euro und bildet für darüber hinausgehende Werte Konsortien mit mehreren Versicherern. So lassen sich auch Sammlungen im dreistelligen Millionenbereich unter einer einheitlichen Police abbilden.

Was deckt eine All-Risk-Police bei Sammlungsfahrzeugen konkret ab?

Eine All-Risk-Police der Lions Group deckt unter anderem: KH-Haftpflicht, All-Risk-Vollkasko ohne Kilometerbegrenzung, Agreed Value ohne Zeitwertabzug, Wertvorsorge bis 30 Prozent, Wertminderungsschutz bis 15 Prozent nach Reparatur, Transportdeckung national und international, Concours- und Ausstellungsdeckung, Elementarschäden, Brand, Diebstahl sowie Schäden während Club-Ausfahrten und Oldtimer-Rallyes. Freie Werkstattwahl ist Standard – Ferrari-, Porsche- und markenzertifizierte Fachwerkstätten inklusive.

Lions Group: Ihr Spezialmakler für Premium-Fahrzeuge in Berlin und deutschlandweit

Die Lions Group Versicherungsmakler I. GmbH ist seit 2010 unabhängiger Spezialmakler mit Sitz in Berlin und betreut Sammler, Unternehmer und Premium-Fahrzeug-Besitzer in ganz Deutschland sowie in 27 EU- und EWR-Staaten. Als autorisierter Coverholder mit eigener Zeichnungskapazität bis 200 Millionen Euro entwickeln die 20 Experten der Lions Group maßgeschneiderte Policen für Ferrari, Porsche, Lamborghini, McLaren, Aston Martin, Bugatti, Koenigsegg und alle weiteren Marken im Premium-Segment. Über 5.000 Kunden vertrauen auf diese Expertise. Hakan Ates ist FOCUS EXPERTS Circle Member 2026.

Quellen

Über den Autor

Hakan Ates

Seit 2007 im Versicherungswesen tätig, seit 2010 Gründer und Geschäftsführer der Lions Group als unabhängiger Versicherungsmakler in Berlin. Spezialist für Gewerbeversicherungen, Spezialrisiken und Premium-Fahrzeuge. Coverholder mit eigener Zeichnungskapazität bis 200 Millionen Euro. Zugelassen gemäß §34d GewO bei der IHK Berlin, Reg.-Nr. D-D99X-QNMBD-14. FOCUS EXPERTS Circle Member 2026. Mitglied im BDVM – Bundesverband Deutscher Versicherungs-Makler.

→ Über uns → LinkedIn

Ihr Versicherungsmakler für komplexe und hochwertige Risiken

Lions Versicherungsmakler I. GmbH

+49 30 / 897 84 88 0

info@lions-vm.de

Hohenzollerndamm 55, 14199 Berlin

Geschäftszeiten

Montag – Freitag:
09:00 – 16:30 Uhr

Ihr Versicherungsmakler für komplexe und hochwertige Risiken

Lions Versicherungsmakler I. GmbH

+49 30 / 897 84 88 0

info@lions-vm.de

Hohenzollerndamm 55, 14199 Berlin

Geschäftszeiten

Montag – Freitag:
09:00 – 16:30 Uhr

Ihr Versicherungs-makler für komplexe und hochwertige Risiken

Lions Versicherungsmakler I. GmbH

+49 30 / 897 84 88 0

info@lions-vm.de

Hohenzollerndamm 55, 14199 Berlin

Geschäftszeiten

Montag – Freitag:
09:00 – 16:30 Uhr